2008/05/25

Facadeprinter




whohaa. na das ist doch mal ein spielzeug für die grossen jungsmädchen dieser welt. der fasadendrucker von martin fussenegger und michael haas nutzt die bewährte paintballtechnik um übergroße prints an die wände dieser stadt zu schießen. braucht man dafür eigentlich strom? mehr bilder gibts hier!

2008/05/24

Veloheld Fixies




so ist das eben. da hab ich vor einem halben jahr bereits einen blick auf die VELOHELD fixies der dresdner produktdesigner von NEONGRAU.ID geworfen und auf einmal erregen sie erneut meine höchste aufmerksamkeit. diesmal während meines kurzbesuchs auf der eben stattfindenden DMY Youngsters ausstellung in berlin.

das besondere: die jungs gingen mit ihrer neuen linie an den start. die ganz im fixie style minimal gehaltenen fahrräder überraschten dabei mit sofort ins auge stechenden weißen felgen. das ganze wirkte sehr fresh und bringt mit sicherheit einen hohen wiedererkennungswert auf die straße. wir werden sehen wo die junge firma noch landen wird. sieht schon mal sehr gut aus fürs erste.

2008/05/20

rediscover me

oh, da war ja was. ich hatte ja nen blog. das war doch das ding wo man relativ unkompliziert jeden erdenklichen kram veröffentlichen kann und eine mehr oder weniger große öffentlichkeit mehr oder weniger begeistert. ursprünglich wollte ich hier ja mal meine ganz subjektiven ein drücke aus berlin veröffentlichen und somit meine entwicklung in dieser neuen umgebung reflektieren.

mit meinem wegzug aus dem wedding, dem an die tür klopfendem frühling, einem neuen job und meiner anstehenden magisterarbeit war ich internet technisch so ziemlich sehr weit draußen. auch habe ich selbst festgestellt, dass mich längere und reflektiertere texte eher in oldschooligeren blätter- und raschelzeitungen ansprechen als im netz. da macht es doch viel mehr spass von link zu link zu hüpfen und die neuesten trends zu jagen und als erster einzeilig zu posten.

somit möchte ich mal eben einen kleinen relauch ankündigen und BCOD ein wenig umgestalten. der focus bleibt wohl auf einem kulturellen infokanal mit allem, was man so im netz, in berlin und sonswo aufstöbert und was es wert ist in die runde zu werfen.
wie das ganze dann aussehen wird, könnt ihr ab nächster woche an gleicher stelle sehen. bis dahin. BigCityOfDreams

2008/02/05

Wedding Dress





Was ist denn hier los? Kaum entschließt man sich das Experiment Wedding aufzugeben, wird der Hype Ballon aufgeblasen und der Stadtteil zum neuen In-Bezirk erklärt. Radio 1 berichtet täglich in einer Kolumne, das WeddingDress versucht die untere Brunnenstraße aufzumöbeln, die SickGirls nennen ihren neuesten Mix Shotgun Wedding, und Berlin HausHoch widmet gleich mal ihre neueste Ausgabe dem nicht mehr so ganz geliebten Stadtteil und traut sich zur Release Party in die schicke Lindower Str..

So viel Aufmerksamkeit auf einmal ist man hier doch gar nicht gewohnt. Und so konnte ich es mir kaum vorstellen, dass man mal nicht weiter als Brunnenstr. fahren muss, um irgendwo halbwegs ordentliche Läden und Bars zu finden. Aber der Wedding Dress hat mich am Wochenende doch glatt eines Besseren belehrt und gilt noch bis zum Sonntag als besonders empfehlenswert. Natürlich nur, wenn man sich die hässliche 70er Jahre Architektur wegdenkt und diese vielleicht in irgendeine Retro Kategorie schiebt.

Das Konzept des Wedding Dress beruht auf Zwischennutzung und offenbart sogleich die Probleme des südlichen Stadtteils. So konnte man doch glatt 25 leer stehende Geschäfte zur Verfügung stellen, um die Fläche an lokale Modedesigner, Shops, Magazine, Kreative und Musiker weiterzureichen. Was diese daraus gemacht haben, ist schön anzusehen und bestimmt eine Bereicherung, wenn auch nur für 2 Wochen.

Das Hauptproblem der fehlenden Aufmerksamkeit ist meines Erachtens nach die Architekturgrenze, die sich zwischen Mitte- Wedding und P´Berg - Wedding vollzieht. So gern man doch Anschluss an den Osten haben möchte, so sehr sprengt die West-Architektur jeden gemütlichen Touch des angrenzenden Ostens, mit samt seiner urbanen und kreativen Szene. Der untere Wedding erinnert an jeder Ecke an Sozialbau und Billigarchitektur mit Plastefenstern. Es dürfte kaum zu schaffen sein, die anspruchsvollen Mitte Bewohner hier her zu locken. Der Kiez um die Pankstr., der architektonisch noch am ehesten interessant ist, liegt einfach zu weit entfernt und schreibt zu sehr seine eigenen sozialen Probleme, um in nächster Zeit wirklich interessant zu sein.

Dennoch freue ich mich, dass ich in meiner kurzen, verbleibenden 65Kiez Zeit doch noch mal erlebe, wie es Versuche gibt, den Stadtteil mit ein bisschen Farbe und Leben zu füllen. Da werde ich mich doch gleich mal zur Lodown Vernissage aufmachen und so tun als ob alles gut wäre. Hier im Wedding.

2008/01/11

Big City Nights - Cookies


Foto von Stylewalker

Der Dienstag Abend wurde kurzfristig zum Clash der Kulturen. Nachdem wir in der Volksbühne zusammen mit René Pollesch die Kritik an der Mittelschicht geübt haben, sattelten wir spontan die Pferde um dem Cookies mal wieder eine Chance zu geben.

Reinkommen war kein Problem und so wurden wir bei unserer Ankunft gleich freundlich durchgewunken. Dies war im Cookies auch schon mal anders. Unser Dresscode lag jedenfalls irgendwo zwischen "Mir doch egal, ich habs gern bequem!" und "Hui, ganz schön kalt da draußen, gib mal noch nen Pulli!" und dürfte weniger ansprechend auf Türsteher eines hippen Mitteklubs gewirkt haben.

Betritt man den Klub nachdem man seine 6 Euro Eintritt gezahlt hat, versteht man schnell, warum die Tür für alle relativ offen steht. Die müssen den Laden voll bekommen. Bei unserer Ankunft war dies noch nicht der Fall und so wirkte das ganze Schauspiel wie ein großer gelangweilter Haufen, der bis auf ein paar Vortanzmädels, nicht so recht wusste, was er mit sich anfangen sollte.

Hier kommen wir schon zum Publikum. Oje Cookies!? Was ist denn da nur passiert? Es sieht aus, als wäre das Cookies ein Magnet, der alle "Achselschweiss-Auffang-Taschen-Tussies" aus München, Stuttgart oder Düsseldorf anzieht, das ganze mit ein paar "Ich bin mal wieder horny auf ne 20 jährige" Mitt-40er AfterWork Yuppies garniert, und dieses Drama mit zwei Reisbusen englischer "Berlin is sooo cooool!" Touris unterstreicht. Ein wenig viel Stereotype heute, aber so ähnlich stellt man sich die Kotzwelt eines P1, 90 Grad, Pacha usw. vor.

Die Location rettet kaum etwas. Wer das alte Cookies noch kennt, hat bestimmt Heulkrämpfe ausgestanden, als er das erste Mal in dieser Turnhalle stand. Wenigstens hat man nun versucht das Blickfeld hinter dem DJ Pult ein bisschen kleiner zu gestalten. Wer Assoziationen zu den Gitterstangen eines Gefängnisses hegt, darf sich ein Bienchen ins Klassenbuch eintragen. Die Location ist einfach nur groß und geht wirklich nur gerade so klar, wenn sie auch voll ist. Auf die Tanzfläche schaut man hinab, was die Athmosphäre zu einem reinen "Ich präsentier mich hier" vergiftet. Dabei habe ich zu Beginn noch reichlich Erwartungen in die 1.Etage gesetzt, welche mir von der Location samt großem Glasfenster noch am Besten gefiel. Wie ich nun feststellen musste, wurde sie nun zu einer Art Restaurant umgebaut.

Als etwas anderes würde ich persönlich das Cookies auch nicht mehr nutzen. Vielleicht hat Cookie das ja auch gemerkt und versucht jetzt mit dem Crackers seine Credibility zu retten. Vielleicht kann man ja am Wochenende mal im Crush vorbei schauen. Das wird an der Location nichts ändern, vielleicht an den Leuten. Obwohl man ja eigentlich das Wochenende vermeiden wollte. Und das hat ja bekanntlich seine Gründe.

2008/01/07

Big City Nights - Villa


Foto via FUC

Das neue Jahr starten wir hier bei BCOD auch mit einer neuen Reihe namens Big City Nights. Dabei nehmen wir bei unseren nächtlichen Tanzabenteuern so ganz nebenbei auch die besuchte Location unter die Lupe. Diesmal betanzten wir ausgiebig eine der F.U.C vs. NeonSleep Partys im Wohnzimmer der Villa.

Als wir gegen 1.30 Uhr zur Location schlitterten reihten wir uns erst einmal in eine kleine Schlange am Eingang ein. Nach ca. 10 Minuten warten, wurde die Tür geöffnet und es gab die erste Übberraschung des Abends. "Wo wollt Ihr hin?" "Zur Party" "Und wer spielt da?" "ÄhhOhhÄhh-Aajaa- SoSoModern, Cinthie, Adam Port und so." "Ok, na dann viel Spass!" Da hat man sich am Einlass endlich mal wirklich Gedanken gemacht und die Türpolitik nicht aufs Aussehen, sondern auf das wirkliche Interesse an der Musik und der Party verlagert. Sehr schön!

Wer nicht auf großartige Design Innenarchitektur a la Tape oder Watergate steht, dürfte sich in der Villa sehr wohl fühlen. Wir fühlten uns von Anfang an wohl und genosssen die ursprüngliche Ästhetik des alten Hauses, mit seinen abgezogenen Wänden, der alten Holztreppe in den ersten Stock und dem Style einer größeren Homeparty.

Es gibt zwei Bars, zwei Floors und eine Menge Runterkommpause Möglichkeiten. In der unteren Etage befindet sich der große Floor, welcher an diesem Abend live von SoSoModern aus NeuSeeland bespielt wurden. Die Akustik war ganz IndieStyle und nichts für große Klangliebhaber. Als sich Adam Port danach aufmachte die Crowd mit seinem Set zu bespielen änderte sich dies aber und führte zu ordentlich Kawums auf dem Tanzflur.

Im oberen Stock befindet sich der zweite Floor, wo auch ordentlich experimentiert werden darf. Wie so oft im Berliner Nachtleben dürfen sich auf den kleineren Floors auch die Hobby DJ´s austoben, welche über Final Scratch ihre digitalen Fundstücke in die Boxen hauen. Wer auf ausführliche und qualitative Übergänge steht, der ist hier fehl am Platz. Hier gehts Schlag auf Schlag und wenns sein muss mit obligatorischer Übergangspause. Dafür wollen es die Leute hier wissen und lassen sich dementsprechend gehen.

Apropos Leute. Das Publikum ist nicht ganz so alt wie in den "etablierten" Mitte Klubs und mischt sich aus NewRave Hipstern, hübschen Damen, üblichen Verdächtigen und Sonstigen. Am Besten vlt. über Neonsleep nachzuvollziehen.

Alles in allem ein gelungener Abend. Wir kommen wieder.

2008/01/05

Lasertagging Alex



Prost! Da hat meine neujährliche Neustart-Reboot Phase doch ein wenig länger gedauert. Wie dem auch sei, BCOD träumt jetzt wieder und stürzt sich für Euch in die kalten Berliner Tage. Erste Frostbeulen haben wir ja noch im alten Jahr gesammelt, als wir uns im Rahmen des jährlichen Chaos Computer Club Treffens zusammen mit dem Graffiti Research Lab am Alex eingefunden haben, um auf ca. 20x20 Meter unsere Liebesbotschaften in die Nacht zu schreiben.

Wer die ganze Sache mal nachbauen möchte, dem empfiehlt das Make Magazine die Bauanleitung zum Lasertaggen. Dazu gibt es im Video noch ein paar Eindrücke vom Abend.